weitere Seiten aus Pulheim











Heute: 31.07.2010


Pulheim Gophers


Kontakt



Pulheim Gophers

Marc Friese, 1. Vorsitzender

Hohe Straße 59; 50129 Bergheim/Glessen,

Telefon: 02238/942424

 

 Internet -  E-Mail

Gophers machen Aufstieg perfekt


Die Baseballer der Pulheim Gophers schaffen durch einen Sieg in zwei Spielen (8:0 und 2:3) bei den Berlin Challengers den direkten Aufstieg in die erste Bundesliga

Spiel 1: Ein Inning nahe der Perfektion reicht zur Krönung

BERLIN – Das Leben schreibt noch immer die besten Geschichten. Als vor der Saison der zweiten Bundesliga 2008 die Spielpläne erstellt wurden, kam es durch Verlegungen, Ungereimtheiten und Kompromissen zu der ungewöhnlichen Konstellation, dass an den aufeinander folgenden letzten beiden Spieltagen die Gophers gegen die Challengers spielen würden. Zuerst in Berlin und danach in Pulheim. Vier Monate später wurde diese Kuriosität plötzlich zu einem Saisonfinale in bester Hollywood Manier.

Der Tabellenführer der Paderborn Untouchables hat schon eine Mannschaft in der ersten Bundesliga und kann damit nicht aufsteigen. Die Gophers belegen den zweiten Platz der zum direkten Aufstieg berechtigt. Die Challengers lauern auf dem dritten Platz, drei Spiele hinter den Rheinländern und der Möglichkeit noch vorbei zu ziehen. Sollten ihnen dies nicht gelingen, müssten sie noch in die Relegation gegen den Vorletzten der ersten Liga.

Mit dieser Konstellation reiste man also in die Hauptstadt, Willens die Entscheidung schon auf dem Feld der Gegner herbei zu führen, ein Sieg aus zwei Spielen – ein realistisches Ziel.

Viele Spieler hatten die Chance genutzt sich bei ihren Freundinnen für die Unterstützung zu bedanken und diese auf eine Reise in die Hauptstadt ein zu laden – entsprechend entspannt und gut gelaunt traf man am Sonntag am Platz an.

Die gute Laune zog sich auch ins Spiel hinein, direkt im ersten Inning zeigten die Gophers das ganze Repertoire ihres baseballerischen Könnens, in der Offensive erreichten die ersten sieben Schlagleute das erste Base und punkteten in diesem Durchgang sechs Mal – eine deutliche Ansage. Der Höhepunkt dieser Offensivshow war sicherlich Christopher Gentles weiter Schlag ins Leftfield, der nur durch die oberste Ecke des Zaunes im Stadion gehalten wurde und ihm somit seinen ersten „Grand Slam Homerun“ (Schlag der vier Punkte erzielt) verwährte.

Wie nach dem Blitz der Donner, folgte auf die herausragende Offensive eine fast genauso starke Defensive: Werfer Andreas Kolbe zeigte erneut seine Klasse in wichtigen Spielen und hielt die beste Offensive der zweiten Liga in Schach. Unterstützt wurde er hierbei vor allem durch seinen Fänger Oliver Büser, der ihm nicht nur anzeigt was er zu werfen hat sondern auch jegliche Ambitionen der Gegner ihr Laufspiel zu etablieren im Keim erstickte. So konnte er im ersten Spiel gleich zweimal den führenden Base Stealer der Liga Gomez auswerfen. Insgesamt gab das Duo Kolbe Büser keinen Run bei vier Hits und keinem Walk ab.

 

Spiel 2: Knappe Niederlage trübt nur leicht die Freude

Auch im zweiten Spiel starteten die Gophers wieder furios. Philipp Krah, der vor zwei Wochen seinen ersten Bundesligahomerun erzielt hatte, machte das Kunststück gleich noch mal und beförderte einen Ball von Berlins Pitcher Marks weit über den Zaun im Rightfield für einen zwei Punkte Homerun.

Für Pulheim stand Jungtalent Markus Solbach auf dem Hügel und auch er zeigte sein Potential: In den ersten zwei Innings forderte er die Challengers heraus und gewann – 2:0 nach 2 Durchgängen. Doch in Runde drei schwanden an diesem heißen Sonntagnachmittag seine Kräfte und er musste den Platz für Christopher Gerlach, räumen. Dieser machte ebenfalls fast alles richtig, nur seine Offensive war schon bei der Siegesfeier. Zwar brachten die Schlagleute der Gophers immer wieder Läufer auf die Kissen, doch merkte man ihnen an dass man nach der Entscheidung in Spiel eins den nötigen Biss verloren hatte.

 

Somit blieb es beim Unentschieden bis ins letzte Inning und dem Punkt an dem auch Gerlach Tribut an die Hitze zahlen musste und durch den Helden des ersten Spieles, Andreas Kolbe ersetzt wurde. Dieser musste unglücklich den „Game Winner“ abgeben und es bewahrheitete sich der Spruch „in engen Spielen gewinnt die Mannschaft die es mehr will“ und dies waren in diesem Fall die Challengers.

Trotzdem ließ man sich das Feiern nicht nehmen: Mit Sektdusche und Gesang feierte man den dritten Aufstieg der Vereinsgeschichte

 

Fazit: Pulheim ist wieder erstklassig! Durch eine meisterliche Vorstellung im ersten Spiel schaffen die Gophers den Sprung in Liga eins und freuen sich auf das letzte Heimspiel um mit allen Fans und Freunden zu feiern.

-- Christian Weiland

 

Die Pulheim Gophers laden zum Saisonfinale am 07.09. am Baseballplatz in Pulheim ein; das erste Spiel gegen die Berlin Challengers beginnt um 13 Uhr! Für mehr Informationen siehe www.pulheim-gophers.de!

 

 

Baseball (für mehr Informationen: www.pulheim-gophers.de)


Die Baseball Geschichte

Baseball ist aus den englischen Spielen Kricket und Rounders entstanden. Diese Spiele wurden von Einwanderern nach Nordamerika gebracht und modifiziert. Als offizielle Geburtsstunde des Baseball gilt das Jahr 1845, in dem Alexander J. Cartwright in New York die Regeln niederschrieb, die die Grundlage des modernen Baseball bilden. 1858 wurde in Nordamerika der erste Verband gegründet. Elf Jahre später entstand mit den Cincinnati Red Stockings der erste Profiklub, dem bald weitere folgten, die sich zu Ligen zusammenschlossen. In Europa wurde der Sport nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in Italien und Frankreich populär. 1953 entstand der Deutsche Baseball- und Softball-Verband. Einen hohen Stellenwert hat Baseball in Japan, Korea, Taiwan, Australien, Skandinavien und Süd- und Mittelamerika. Heute spielen ca. 20 Millionen Menschen in 60 Ländern das Spiel mit der Keule. Olympiasieger 1992 war die Mannschaft Kubas. Die Profis der Major League Baseball (MLB) aus Nordamerika durften allerdings nicht an den Start gehen. Die “Amateure” der USA erreichten nur einen enttäuschenden vierten Platz. Bis es 1992 ins offizielle Programm der Olympischen Spiele aufgenommen wurde, war Baseball schon mehrfach in Demonstrationswettbewerben zu sehen (das erste Mal 1904 in St. Louis). 1936 besuchten 125000 Menschen während der Olympiade in Berlin ein Baseball-Spiel zwischen zwei US-Mannschaften. Die Cleveland Indians aus der MLB werden in der Saison 96/97 3,3 Millionen Zuschauer in ihren Heimspielen haben. Ein Spielerstreik, wie 1994 in den USA, beschäftigt dann auch den amerikanischen Präsidenten.

 

Die Spielregeln


Zu einem Baseball-Spiel treten zwei Mannschaften mit je neun Spielern gegeneinander an. Die Mannschaften spielen abwechselnd in der Offensive (Schlagmannschaft) und in der Defensive Feldmannschaft. Es gewinnt die Mannschaft, die mehr Punkte (Runs) erzielen kann. Nur die Schlagmannschaft kann punkten, und zwar dann, wenn einer ihrer Spieler die vierte Base (Homebase) erreicht hat.

Grundgerüst des Spiels ist der Wurf des Pitchers (Mitglied der Feldmannschaft) gegen den Batter (Schlagmann, Mitglied der Schlagmannschaft). Der Batter hat das Ziel, nach dem Schlag mindestens die erste Base zu erreichen (Base-hit). Wirft der Pitcher vier nicht regelgerechte Bälle hintereinander, darf der Batter auch zur First Base laufen. Um eine Base zu erreichen, gibt es auch noch die Möglichkeit des Steals, d.h. der Batter (jetzt Runner, wenn er sich zwischen den Bases bewegt) schleicht sich zur Base ohne, daß ein Schlag ausgeführt wurde. Eine Base gilt als erreicht, wenn das Kissen, das auf der Base liegt, vom Spieler des Offensive-Teams berührt wird, bevor die Verteidiger ihn mit dem Ball berühren kann. Damit bleibt der Batter im Spiel und der nächste Batter der Schlagmannschaft tritt an. An einer Base kann immer nur ein Spieler der Schlagmannschaft stehen.

Der Pitcher muß versuchen, so zu werfen, daß der Batter nicht oder nur schlecht schlagen kann. Schafft er es drei regelgerechte Würfe hintereinander so anzubringen, daß der Batter den Ball nicht trifft, ist der Batter draußen (Strike out). Fehler des Batters heißen Strike (regelgerecht geworfener Ball wird verfehlt oder nach einem nicht regelgerecht geworfenen Ball wird geschwungen). Der Batter ist außerdem “out”, wenn es im zwar gelingt den Ball zu treffen, dieser aber:

1. aus der Luft von einem Spieler der Feldmannschaft gefangen wird (Fly Ball) oder

2. von der Feldmannschaft aufgenommen und zur vom Batter angelaufenen Base gebracht wird, ehe dieser sie erreicht hat.

Defensive- und Offensive-Mannschaft wechseln nach drei “Outs”. Hat jedes Team einmal in der Offensive und in der Defensive gespielt, ist ein Inning (Spielrunde) beendet. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach neun Innings mehr Runs erzielt hat. Bei unentschiedenem Spielstand wird das Spiel solange um jeweils ein Inning verlängert, bis ein Sieger feststeht.

Das Spielfeld


Das Spielfeld ist in zwei Bereiche unterteilt – das Innenfeld (Infield) und das Außenfeld (Outfield).

Das Infield sieht aus wie ein auf die Ecke gestelltes Quadrat (der “Diamant” hat eine Seitenlänge von 27, 43m). An dessen unterer Spitze befindet sich die Homeplate. Auf der Homeplate stehen der Schiedsrichter, der Catcher und der Batter. In der Mitte des Innenfelds liegt der Werferhügel. Er sollte ca. 25cm höher sein als die Homeplate. In einem Bogen vor dem Innenfeld, von rechts nach links angeordnet, liegen die erste bis dritte Base. Die vierte Base ist auf der Homeplate. Die vier Bases lassen sich gedanklich durch einen Kreis mit dem Durchmesser 33m verbinden. Ebenfalls bogenförmig um die beschriebene Anordnung liegt das Außenfeld, das von zwei Seitenlinien (Foul lines) begrenzt wird. Der Abstand von der Homeplate bis zum Zaun, der das Außenfeld begrenzt, kann zwischen 76m und 122m betragen.

 

Die Ausrüstung


Ein Baseball ist ca. 140g schwer und hat einen Umfang von 23cm. Der Schläger (Bat) ist maximal 106,6cm lang und darf an der dicksten Stelle einen Durchmesser von höchstens 7cm haben. Es gibt keine Gewichtsbeschränkung, aber die Schläger sind in der Regel zwischen 995g und 1182g schwer.

Jeder Spieler der gerade verteidigenden Mannschaft trägt einen großen Fanghandschuh aus Leder. Es gibt Catcher-Handschuhe, First-Baseman-Handschuhe und normale Fanghandschuhe. Die Kleidung besteht aus Trikot (Jersey), röhrenförmig geschnittener Hose und Stutzen. Die Schuhe haben Spikes an den Sohlen. Der Batter muß einen Helm tragen, die anderen Spieler haben nur Kappen (Caps) auf. Jeder Baseballer trägt einen Genitalschutz. Besondere Schutzkleidung trägt der Catcher, der seinen Körper mit Helm, Gesichtsgitter, Brustschutz und Schienbeinschutz gegen die mit bis zu 160km/h schnellen Würfe der Pitcher ausstattet.

 


 

...zurück zu Sportstadt Pulheim